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Wirkungsweise der Ketogenen Ernährung bzw. Keto Diät

Wie der Name schon sagt, wird bei der Ketogene Ernährung bzw. Keto Diät der Zustand der Ketose angestrebt. Dieser Zustand wird durch die sehr kohlenhydratarme, fett-, und eiweißreiche, Ernährung erreicht. Womit die Ketogene Diät eine extreme Form der Low Carb Diät darstellt, bei der die Nahrung nicht einfach nur kohlenhydratreduziert, sondern möglichst sogar fast kohlenhydratfrei sein sollte. Demzufolge auch zuckerfrei und frei von allen Fremdstoffen und Fremdeinwirkungen, die chemische oder industrielle Aufbereitungen so mit sich bringen. Naturbelassen und frisch mit viel Fett, Fleisch, Fisch und kaltgepressten Ölen ist hier die Devise. Die Ketogene Ernährung ist die natürlichste und ursprünglichste, dem Stoffwechsel des menschlichen Organismus angepassteste Art der Ernährung.
Sich so zu ernähren, bedeutet mit seinem Körper im Einklang stehen. Bei der Ketose übernehmen nur die effizienteren energiegeladen Ketonkörper das fragwürdige Dasein der Glucose. Im Grunde ist das Ganze eine Hormonsache. Hormone sind Sachen, die einerseits recht nerven und das Leben oftmals gewaltig durcheinander wirbeln können, die andererseits allerdings auch recht hilfreich sind. Es kommt immer darauf an, wann sie wo und an welcher Stelle wie wirken. Bei der Ketogene Ernährung bzw. Low Carb Keto Diät toben sich die Bauchspeicheldrüsenhormone Insulin und Glucagon aus. Wobei diese in natürlicher Wechselwirkung miteinander stehen, wodurch immer nur eines von beiden aktiv sein kann.
Das Insulin ist ein Speicherhormon, das körperaufbauend wirkt und immer dann produziert wird, wenn der Blutzucker steigt. Das heißt immer, wenn zucker- und kohlenhydrathaltige Lebensmittel verzehrt werden, muss das Insulin den Blutzucker regulieren, indem es die Zellen nötigt, die Nährstoffe aus dem Blutstrom aufzunehmen, wodurch die Fettdepots beständig anwachsen, während das Glucagon gebildet wird, wenn der Organismus körpereigene Glycogen Kohlehydrate aus den in den Fettdepots eingelagerten Fettreserven als Energielieferanten benötigt. wodurch der Blutzucker beständig auf einem stabilen niedrigen Niveau bleibt und es trotz Kohlenhydratarmer Nahrung zu keiner Unterzuckerung kommen kann. Dazu stimuliert das Glucagon die Leber, das Glykogen zur Energiegewinnung in Glukose um zu wandeln und über den Blutkreislauf freizusetzen. Das Glycogen ist wiederum ein Aminosäurenverbund bzw. ein sehr energiereicher Zweifachzucker und damit ein Kohlehydrat, das der Körper selber aus den bereits vorhandenen in den Fettdepots eingelagerten Energiespeichern produziert, wenn keine oder nur wenige Zucker und Kohlenhydrate von außen zugeführt werden. Dieser Vorgang ist die eigentliche Ketose, weil durch die Produktion und Wirkungsweise des Glycogens die Ketonkörper Konzentration im Blut und im Extrazellularraum, also dem Raum um und zwischen den Zellen, ansteigt, um den Energiebedarf des Organismus abzudecken. Jetzt setzt die Fettverbrennung ein, bei der es in den Mitochondrien der Leberzellen zum erhöhten Fettabbau kommt, indem die Fettsäuren in die Ketonkörper Acetoacetat bzw. Acetacetat, Aceton und β-Hydroxybutyrat bzw. 3-Hydroxybutyrat umgewandelt werden. Diese versorgen nun als wasserlösliche Teilchen den ganzen Organismus über das Blut mit der benötigten Energie. Besonders hilfreich ist dabei außerdem auch der Umstand, dass nur etwa 50% der über die Nahrung aufgenommenen Proteine und nur die 10% Glycerinanteil der Fette beim Verstoffwechseln zu Glucose umgebaut werden können. Dadurch ist der Körper erfreulicherweise gezwungen, zusätzlich auf seine gespeicherten Glycogen-Vorräte zurückzugreifen, um seinen beständigen Energiebedarf zu decken und den Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Sind diese leer, wird der Organismus systematisch auf seinen ureigensten Hungerstoffwechsel umgestellt, wodurch die in der Leber und in den Fettdepots eingelagerten Fettreserven nun umkehrbar automatisch bei jedem Energiebedarf als Energielieferanten zu Ketonkörpern abgebaut werden. Das bedeutet, durch die kohlenhydratreduzierte, fettreiche Diät nimmt man automatisch ab und erreicht sein Idealgewicht spielend. Zumindest solange man sich nicht mit Zucker und Kohlenhydraten vollstopft und genügend fett- und eiweißreiche Nahrung aufnimmt. Denn nun benötigt der Körper diese und ihre Inhaltsstoffe dringend, da die Organe sowie alle zum Überleben notwendigen Vorgänge sie zum ordnungsgemäßen Arbeiten benötigen. Ihr Fehlen kann nun unter Umständen zu Mangel- und Ausfallerscheinungen führen, da ungenutzte Ketonkörper nicht wieder eingelagert werden können. Sie verlassen den Organismus auf ganz natürlichem Wege durch die Urinabgabe, die Schweißdrüsen und den Atem. Aus diesem Grund ist die Ketogene Ernährung auch keine Low Carb Diät im herkömmlichen Sinn. Sie ist eine Lebenseinstellung und sollte als permanente gesunde Ernährungsweise angesehen werden. Dann funktioniert sie jedoch wunderbar und gibt dem Organismus genau das, was er braucht. Sie wird übrigens seit einigen Jahren auch sehr erfolgreich in der Medizin als anerkannte Therapie bei vielen verschiedenen Erkrankungen wie Alzheimer, Epilepsie, Parkinson, Stoffwechselerkrankungen und Krebs eingesetzt. Ketonkörper reduzieren nachweislich die Bildung von freien Radikalen, wirken entzündungshemmend, schützen Nerven und Reizleitungen vor Ablagerungen und verhindern biochemische Abläufe, die an der Entstehung von Alzheimer beteiligt sind. Vor Millionen von Jahren half diese natürliche Ernährungsweise unseren Vorfahren sich zum Menschen zu entwickeln, heute hilft sie uns zu überleben und gesund zu werden.