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Die Ketogene Ernährung bzw. Keto Diät

Die Ketogene Ernährung bzw. Keto Diät ist die älteste und ursprünglichste Ernährungsform der Menschen. Sie ist so alt wie die Menschheitsgeschichte, denn sie basiert auf den charakteristisch primären Essgewohnheiten unserer Vorfahren. Der Verzehr von Fleisch verschaffte bereits den ersten Frühmenschen einen bedeutenden evolutionären Vorteil. Schon der vor zirka 2,5 Millionen Jahren lebende Australopithecus africanus verzehrte neben seiner pflanzlichen Nahrung Fleisch. Er war zwar noch kein Jäger, doch er nutzte bereits Steinwerkzeuge, um Fleisch von Kadavern zu schneiden und die Knochen zu zertrümmern, um an das Mark zu gelangen. Auch Homo habilis war noch kein Jäger, doch er aß bereits viel mehr Fleisch als Pflanzliches. Denn Fleisch lieferte wesentlich mehr Energie und Nährstoffe als Blätter, Wurzeln und Früchte. Mit dem Homo erectus begann dann die Jagd vor ungefähr 1,9 Millionen Jahren. Ihm reichten gefundene Kadaver nicht mehr, um seinen Fleischbedarf zu decken. Er war der erste echte Jäger und Sammler. Er eroberte von Afrika aus die Welt und brachte das Feuer gleich mit. Damit war er wohl auch der erste Koch! Die kohlenhydratarme, proteinreiche Nahrung ohne Zuckerzusatz steckt uns seitdem in den Genen. Unsere Hauptnahrung war und ist noch heute Fleisch, das hat den Menschen zu dem gemacht, was er heute ist. Kein noch so guter Jäger und Sammler fand Brot, Nudeln, Kuchen oder ähnliches auf seinen Streifzügen. Die paar Körnchen, Gras und Getreide, Beeren, Wurzeln und Pilze, die reichten gerade einmal, um seine Fleischmahlzeit aufzupeppen. Zucker gab es nur in Form von Honig und der musste erst mal gefunden und den wehrhaften Besitzern abgenommen werden. Daher waren kohlenhydrathaltige Dinge eher Mangelware. Auch mit dem Beginn von Ackerbau und Viehzucht vor knapp 10.000 Jahre hat sich das nicht entscheidend geändert, die natürliche Ketogene Ernährung ist immer noch überlebenswichtig. Die Jagd ist trotzdem ein wichtiger Bestandteil des Lebens geblieben und das wird auch immer so bleiben. Wir haben den Stoffwechsel eines Fleischfressers, der sich nur nebenbei von Beeren, Pilzen, Nüssen Wurzeln und ein wenig Obst ernährt. Tierisches Fleisch und Fett war stets die Hauptnahrung und sollte es auch bleiben, wie sie es heute auch noch bei Naturvölkern wie den Massai`s, Inuits bzw. Eskimos und einigen anderen Stämmen ist, die sich ausschließlich rein ketogen also nur von Fleisch, Fisch, Fetten und der Milch ihrer Tiere ernähren. Was in Millionen von Jahren beständig richtig war, kann auch heute nicht falsch sein. Im Gegenteil, die Rückbesinnung auf die kohlenhydratarme Ernährungsweise unserer Vorfahren, kann in Anbetracht der vielen Gesundheitsprobleme der modernen Welt ein wertvoller Lösungsansatz sein. Denn Fortschritt entsteht mitunter auch aus Rückschritt. Der menschliche Organismus ist perfekt an die ursprüngliche Ernährung angepasst, denn sie deckt seine sämtlichen nährstofflichen Bedürfnisse ab. Das gibt die heutige, kohlenhydrathaltige, industriell veränderte Nahrung nicht annähernd her, sie macht dick und krank. Süßkram und Knabberzeug mögen verführerisch sein, doch gesund ist das nicht. Als der Mensch begann den Ackerbau zu intensivieren war das der Beginn von Wohlstandsvöllerei und damit von Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Übergewicht, Fresssucht, Diabetes, Karies, Migräne und vielen weiteren unangenehmen Erscheinungen. Alles Probleme, die Ketogen lebende Völker nicht kennen, da sie keine oder nur sehr wenige Kohlehydrate essen. Ketogene Ernährung bedeutet kohlenhydratreduziert, proteinreich, zuckerfrei, eine Menge gesunder Fette, frisch und gesund. Das kurbelt den Fettstoffwechsel an und bringt den Kreislauf erst so richtig in Schwung. Bei diesem so genannten Fettverbrennungs-Hungerstoffwechsel, bezieht der Organismus seinen Energiebedarf aus Fetten und Proteinen und nicht mehr aus Kohlenhydraten. Das ist wie ein Fastenzustand, nur ohne Hungergefühl oder Schlappheit. Im Gegenteil, es ist wie eine geistige und körperliche Reinigung. Mit der Ernährungsumstellung auf die fettreiche, kohlenhydratarme Ernährungsform der Keto Diät lassen sich sogar nachweislich viele Nebenwirkungen der ungehemmten Kohlenhydratmast der letzten Jahrzehnte beheben. Sie wird bereits sehr erfolgreich in der Medizin als wichtiger Therapiebegleiter bei Diabetes, Übergewicht, Depression, Migräne, Epilepsie, Alzheimer, Multipler Sklerose, Schlaganfall, Parkinson, neurologischen Erkrankungen und selbst bei Krebs eingesetzt. Den ersten Anstoß zur Rückkehr zu dieser Urform der menschlichen Ernährung gab der französische Richter, Philosoph, Meisterkoch und Gastrosoph Jean Anthelme Brillat-Savarin, als er seine in mehr als 25 Jahren gesammelten Erfahrungen mit dieser Ernährungsform in seinem Buch „La Physiologie du Goût“ (deutsch: „Die Physiologie des Geschmacks“) im Jahr 1826 veröffentlichte. Er prangerte schon damals die viel zu kohlenhydratlastige Ernährungsweise auf wissenschaftliche Weise an und ermunterte seine Mitmenschen zu einer Ernährungsumstellung auf eine naturnahe und wesentlich gesündere, fettreiche aber kohlenhydratarme Kost. Seine Lebenslehre war der Beginn der Low Carb Diät und das langsame Umdenken hin zur heute immer beliebteren Ketogenen Ernährung.